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16.04.2010 - Märkische Allgemeine Zeitung vom 16.04.2010; Andreas Vogel Übersicht | Drucken

15 Bewerber für den Landratsposten 16.04.2010




Märkische Allgemeine Zeitung vom 16.04.2010; Andreas Vogel -

NEURUPPIN - Um die Nachfolge von Landrat Christian Gilde (SPD) in Neuruppin haben sich 15 Kandidaten beworben, darunter ist nur eine Frau. Allerdings hat der Kreis- und Finanzausschuss, der gestern Abend die Unterlagen sichtete, zwei Bewerbungen gleich ausgeschlossen. „Sie sind einen Tag zu spät eingetroffen“, sagte Kreistagsvorsitzender Sven Alisch (SPD).

Zu den Bewerbern um den Landratsposten gehören wie erwartet auch Vize-Landrat Egmont Hamelow (CDU) und Ralf Reinhardt, der hauptamtliche Bürgermeister von Wusterhausen (parteilos, für die SPD). Die zwei Politiker waren bereits in der Direktwahl angetreten. Hamelow gewann im Januar den ersten Wahlgang, Reinhardt den zweiten – doch beide verfehlten die vom Land festgelegte Mindeststimmenanzahl von 15 Prozent aller Wähler (die MAZ berichtete).

Beworben um den Landratsposten hat sich ebenfalls Ralph Bormann. Der Kreistagsabgeordnete ist Chef des Abwasserzweckverbandes Fehrbellin – und stellvertretender Vorsitzender der Fraktion Freie Wähler, Bauern, Grüne. Diese gehört zwar neben SPD und Linken zu den stärksten Fraktionen im Kreistag, alle drei stellen jeweils zwölf Abgeordnete. Doch Bormann kann nicht auf alle Stimmen aus seiner Fraktion zählen: Die Wählergruppe Wir, zwei Abgeordnete, hatte bei der Direktwahl CDU-Mann Hamelow unterstützt; die drei Bündnisgrünen waren für Ralf Reinhardt.

„Einige in der Fraktion waren überrascht von meiner Kandidatur“, sagte Bormann gestern. Ein Problem hat er damit nicht. „Ich habe für mich entschieden anzutreten, jetzt sehe ich das sportlich.“

Unter den Bewerbern befinden sich laut MAZ-Informationen auch drei Berliner und ein Potsdamer. Mathias Wittmoser, dessen Amtszeit als Amtsdirektor im Amt Temnitz endet, ist nicht dabei.

Gewählt wird der Landrat am 20. Mai vom Kreistag. Im ersten Wahlgang sind 26 Stimmen nötig. Erreicht dies keiner, gibt es einen zweiten Wahlgang mit den zwei Kandidaten, die die meisten Stimmen haben. Bei Stimmengleichheit im zweiten Wahlgang entscheidet das Los über den neuen Landrat. (Von Andreas Vogel)


Sebastian Steineke, 16.04.2010, 14:00 Uhr
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