Kreis-CDU für Erhalt aller Polizeiwachen 16.07.2010 Partei bereitet Petition an das Land vor
RHEINSBERG - Der CDU-Kreisvorstand Ostprignitz-Ruppin will eine Sammelpetition an den Landtag für den Erhalt der Polizeiwachen im 24-Stunden-Betrieb vorbereiten. Das hat der Kreisvorstand auf seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch in Rheinsberg beschlossen.
Ab August werden in den Geschäften und öffentlichen Einrichtungen der betroffenen Städte und des gesamten Landkreises Formulare ausliegen, auf denen sich die Einwohner der Forderung anschließen können. Der Petitionsausschuss wird diese Eingaben dann behandeln und kann die Landesregierung zu Änderungen auffordern.
Nach Meinung des CDU-Kreisvorstandes sei die Schließung von Polizeiwachen und die Einführung einer neuen Organisationsform der „Tageswache“ den Einwohnern „nicht zuzumuten“. Insbesondere wegen der dünnen Besiedlung und der bereits heute großen Entfernungen zwischen den Wachen werde jede weitere Schließung zu „erheblichen Abdeckungslücken“ führen, so Pressesprecher Sebastian Steineke. Jeder Bürger müsse sich darauf verlassen können, dass er zu jeder Zeit schnell Hilfe rufen und erwarten kann. Andernfalls werde sich das zwangsläufig auf die Verbrechensbekämpfung und die Aufklärungsquote im Landkreis auswirken.
„Es ist jetzt außerordentlich wichtig, dem Innenminister zu zeigen, dass unsere Region mit der Schließung der Wachen nicht einverstanden ist. Nur wenn es gelingt, den Druck auf Potsdam zu erhöhen, haben wir eine Chance, unsere Wachen zu erhalten. Hier müssen Bürger mit den Vertretern der Gemeinden, des Kreises und der Parteien an einem Strang ziehen. Insbesondere fordere ich auch die Landtagsabgeordneten von SPD und Linke, Ina Muhß, Manfred Richter und Dieter Groß, auf, sich für den Erhalt der Wachen in Potsdam zu engagieren“, sagt dazu der CDU-Kreisvorsitzende Jan Redmann.
aktualisiert von Sebastian Steineke, 16.07.2010, 08:51 Uhr |