Ostprignitz-Ruppins CDU-Kreisvorsitzender Jan Redmann plädierte dafür, dass die Wittstocker mit weiteren Vertretern der Region konkret sagen, was sie in der Kyritz-Ruppiner Heide tun wollen. Redmann: „Wir müssen einen Grund für die Munitionsberäumung benennen.“ Die Bundeswehr führte die Christdemokraten und den Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann gestern durchs munitionsverseuchte Gelände. Einig waren sich die Bundes-, Landes- und Kreispolitiker darin, dass die Kommune ihr Ziel benennen muss und dann das Land und der Bund in die Pflicht zu nehmen sind.
Bürgermeister Gehrmann zufolge ist die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (AG) für die zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide auf einem guten Weg, gemeinsame Ziele zu erarbeiten. Die Dossestadt ist Mitglied in der AG.
Einig waren sich die Besucher gestern auch darin, dass es nicht möglich sein wird, das Gelände komplett von Munitionsresten zu beräumen. Jens Koeppen sprach von geschätzten 1,5 Millionen Blindgängern und Beräumungskosten von 400 Millionen bis 500 Millionen Euro, dies wäre „ein Auftrag für Generationen.“ Wichtiger erscheint dem Bundestagsmitglied, dass sich das Land an der Kofinanzierung für EU-Mittel beteilige, die für Konversion beantragt werden können. Das Land versuche, die Kofinanzierung zu stoppen. Außerdem gab er zu, dass es bei Unionskollegen aus anderen Bundesländern „keine überschäumende Solidarität“ gebe, wenn es um die zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide gehe.
Jörg Gehrmann hofft auf den Landtags-Wirtschaftsausschuss, der sich im November in Wittstock mit der Zukunft des Ex-Bombodroms befasst. (Von Dirk Klauke)
Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung




