Presse
02.02.2018, 08:53 Uhr | Ruppiner Anzeiger 2.2.2018 / Dietmar Stehr
Lieber vorbeugen statt durchgreifen
Wie Landkreis und Polizei auf sich häufende Vorfälle in Neuruppin und Wittstock reagieren
Ostprignitz-Ruppin (dst) Was hilft, wenn die immer gleichen Jugendlichen und Heranwachsenden beinahe täglich die Polizei auf den Plan rufen? Über dieser Frage brüteten am Donnerstag Ostprignitz-Ruppins Landrat Ralf Reinhardt (SPD) und Frank Storch, der neue Leiter der Polizeidirektion Nord. Das Intensivtätern durchaus ähnliche Phänomen gilt keineswegs als Privileg einer einzelnen Bevölkerungsgruppe oder Nationalität. An Aktualität gewann das Thema zuletzt aber durch eine Häufung von Vorkommnissen in Neuruppin und Wittstock, in deren Zentrum Tschetschenen standen. Im Ergebnis ihres Treffens, an dem auch Vertreter der Staatsanwaltschaft teilnahmen, sprachen
sich Storch und Reinhardt für einen stärker personalisierten Ansatz aus. Frank Storch verwies auf die bei Intensivtätern durchaus erfolgreichen Fallkonferenzen, bei denen Sachverständiger verschiedenster Institutionen
– etwa auch Jugendämter und Sozialarbeiter – ihr weiteres Vorgehen personenbezogen abstimmen. „Das muss nicht in jedem Fall zum Erfolg führen, man sollte es aber versuchen“, so Storch. Auch Ralf Reinhardt sprach sich mit Blick auf die oftmals noch recht jungen Täter für einen eher präventiven Ansatz aus. So biete der Landkreis an einzelnen Brennpunkten Fortbildungen an – das nächste Mal am 24. April in Rheinsberg zum Umgang
mit aggressiven Kindern. Laut Frank Storch haben Gewaltdelikte in der Region zuletzt durchaus zugenommen. Die Jugendkriminalität insgesamt sei
seit Jahren aber rückläufig, so der Leiter der Polizeidirektion. Unterdessen fordern der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke und Landtagsmitglied
Jan Redmann (beide CDU) eine konsequente Abschiebung der oftmals nur geduldeten Tschetschenen, sofern diese Straftaten begehen. Hier seien der Landkreis und seine Ausländerbehörde gefordert. Was die beiden gelernten Anwälte nicht erwähnen: Ohne eine rechtskräftige Verurteilung besteht keine
ausländerrechtliche Handhabe. Auch bei noch anhängigen Verwaltungsgerichtsverfahren ist eine Ausweisung nicht möglich.
 
02.02.2018, 08:56 Uhr

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